Architektur von Testautomatisierungslösungen
Wartbare und skalierbare Testautomatisierung systematisch entwerfen
01 Intro
Eine Testautomatisierungslösung ist ein Softwaresystem. Mit wachsender
Anzahl automatisierter Tests werden Architektur, Schnittstellen,
Abstraktionen, Testdaten, Konfiguration und Diagnosefähigkeit entscheidend
für Wartbarkeit und Lebensdauer.
Der Kurs behandelt Testautomatisierung aus Architekturperspektive. Die
Teilnehmer entwickeln Strukturen für größere Automatisierungslösungen,
trennen fachliche Tests von technischer Interaktion und gestalten Lösungen,
die sich an Änderungen von Anwendung, Technologie und Testumfang anpassen
können.
Kurs-ID
TA-002
Dauer
3 Tage
Format
Präsenz · Live Online · Inhouse
Vorkenntnisse
Praktische Erfahrung mit Testautomatisierung und Programmierkenntnisse
02 Trainingsprogramm
Inhalte
Testautomatisierung als Softwaresystem
- Architekturziele
- Wartbarkeit
- Erweiterbarkeit
- Stabilität
- Wiederverwendung
- Lebenszyklus einer Testlösung
Anforderungen an die Testarchitektur
- Testobjekt
- Testebenen
- Technologien
- Teamstruktur
- Ausführungsumgebung
- Qualitätsattribute
Schichten und Verantwortlichkeiten
- Testfälle
- fachliche Aktionen
- technische Adapter
- Treiber
- Daten
- Separation of Concerns
Abstraktionsmuster
- Page Object
- Component Object
- Screenplay
- Service Layer
- Facades
- Overengineering vermeiden
Testcode strukturieren
- Module und Packages
- gemeinsame Bibliotheken
- Fixtures
- Helper
- Assertions
- Dependency Management
Mehrere Testebenen integrieren
- UI
- API
- Integration
- Datenbank
- End-to-End
- Testpyramide in der Architektur
Testdatenarchitektur
- statische und dynamische Daten
- Builder und Factories
- Datenbereitstellung
- Setup und Cleanup
- Isolation
- externe Datenquellen
Konfiguration und Umgebungen
- Environment Configuration
- Secrets
- Endpunkte
- Feature Flags
- Browser und Plattformen
- reproduzierbare Konfiguration
Stabilität und Synchronisation
- Wait-Strategien
- asynchrone Prozesse
- Retries
- Timeouts
- Race Conditions
- Flaky Tests architektonisch vermeiden
Diagnosefähigkeit und Observability
- Logging
- Screenshots
- Tracing
- Netzwerkdaten
- Reports
- schnelle Ursachenanalyse
Skalierung und CI/CD
- parallele Ausführung
- Sharding
- Testselektion
- schnelle und langsame Suites
- Pipeline-Stufen
- Quality Gates
Architekturprojekt
- Anforderungen analysieren
- Testebenen festlegen
- Komponenten entwerfen
- Abstraktionen definieren
- Testdaten integrieren
- Architekturentscheidungen begründen
03 Durchführung
Rahmen und Organisation
Dauer
3 Tage
Durchführung
Präsenz oder Live Online, vorzugsweise als Inhouse-Schulung
Schwerpunkt
Inhouse-Schulungen für Unternehmen und Teams
Sprache
Deutsch, englische Fachbegriffe und Dokumentation
Unterlagen
Kursunterlagen, Beispiele und Übungsaufgaben
Technik
Eigener Rechner mit Entwicklungsumgebung für die Architekturübungen
Inhouse-Schulungen
Eine vorhandene Testautomatisierungslösung eignet sich besonders gut als
Grundlage für Analyse und Architekturarbeit.
04 Zielgruppe
Für wen ist der Kurs gedacht?
Erfahrene Testautomatisierer, Quality Engineers, Entwickler, Test Architects
und technische QA Leads.
Voraussetzungen
Praktische Erfahrung mit Testautomatisierung und sichere Grundlagen in
mindestens einer Programmiersprache.
05 Lernziele
Was Sie nach dem Kurs können
Die Teilnehmer können Anforderungen an größere
Testautomatisierungslösungen analysieren, geeignete Architekturstrukturen
und Abstraktionen entwickeln und Wartbarkeit, Skalierbarkeit und
Diagnosefähigkeit systematisch berücksichtigen.
06 FAQ
Häufige Fragen
Ist der Kurs frameworkabhängig?
Nein. Architekturprinzipien werden anhand konkreter Technologien illustriert, sind aber nicht an ein bestimmtes Framework gebunden.
Was unterscheidet den Kurs von den Grundlagen?
Der Grundlagenkurs vermittelt Testautomatisierung als Gesamtprozess. Dieser Kurs richtet sich an erfahrenere Teilnehmer und konzentriert sich auf die Architektur größerer Automatisierungslösungen.
Werden bestehende Frameworks analysiert?
Ja. Bestehende Strukturen eignen sich besonders gut, um Architekturentscheidungen und ihre Folgen zu untersuchen.