Model Context Protocol (MCP) – Grundlagen und Einsatz
Werkzeuge und Datenquellen standardisiert für KI-Anwendungen bereitstellen
01 Intro
02 Trainingsprogramm
Inhalte
MCP einordnen
- MCP ist kein Agentenframework
- MCP ist kein LLM
- MCP ist keine allgemeine Workflow Engine
- MCP stellt Fähigkeiten und Kontext bereit
- Anwendung entscheidet über deren Nutzung
- Zusammenspiel der Komponenten
Architektur und Protokollgrundlagen
- MCP Host
- MCP Client
- MCP Server
- Modell
- externe Systeme
- Trust Boundaries
Server, Clients und Transports
- Aufgaben eines MCP Servers
- Aufgaben eines MCP Clients
- Verbindungsaufbau
- verfügbare Fähigkeiten ermitteln
- mehrere Server
- Interoperabilität
Tools entwerfen
- klare Verantwortlichkeit
- verständliche Semantik
- geeignete Granularität
- kleine statt universeller Operationen
- strukturierte Parameter
- agentenfreundliches API-Design
Resources, Prompts und Kontext
- Informationen statt Aktionen
- adressierbare Ressourcen
- URIs
- Dokumente
- Konfigurationen
- Tools und Resources sinnvoll unterscheiden
Einen MCP-Server entwickeln
- Projektstruktur
- Server initialisieren
- Fähigkeiten registrieren
- erstes Tool
- Eingabeschema
- Server lokal starten und testen
Bestehende Funktionen und APIs anbinden
- vorhandene Python-Funktionen
- interne Libraries
- Kommandozeilenwerkzeuge
- APIs
- Datenbankzugriffe
- Verantwortlichkeiten sauber trennen
Datenbanken und Dateisystem anbinden
- lesende Abfragen
- strukturierte Ergebnisse
- parametrisierte Operationen
- Schreibzugriffe
- Transaktionen
- minimale benötigte Fähigkeiten
Strukturierte Ergebnisse und Fehlerbehandlung
- Text
- strukturierte Daten
- maschinenlesbare Ergebnisse
- Ergebnis-Schemas
- Metadaten
- stabile Schnittstellen
Zustand und Tool-Schnittstellen
- Beschreibung als Teil der Schnittstelle
- Zweck des Tools
- geeignete Einsatzfälle
- Parameter verständlich beschreiben
- Einschränkungen
- Tool-Auswahl durch gute Metadaten unterstützen
Berechtigungen, Secrets und Trust Boundaries
- Vertrauensgrenzen zwischen Host, Client, Server und Zielsystem bestimmen
- Lese-, Schreib- und Ausführungsrechte getrennt betrachten
- Credentials und Secrets serverseitig schützen
- Berechtigungen nach tatsächlichem Bedarf vergeben
- untrusted Input und Tool-Ergebnisse berücksichtigen
- kritische Operationen zusätzlich absichern
Prompt Injection und gefährliche Tool-Designs
- beliebige Shell-Kommandos
- beliebige SQL-Befehle
- unbeschränkter Dateizugriff
- universelle HTTP Requests
- weitreichende Cloud-Rechte
- Capability Design als Sicherheitsentscheidung
Defensive Tool-Implementierung
- Eingaben validieren
- Pfade begrenzen
- erlaubte Werte
- serverseitige Berechtigungsprüfung
- sichere Defaults
- Modellinstruktionen nicht als Zugriffskontrolle verwenden
MCP-Server testen
- Tool-Implementierung unabhängig vom LLM testen
- Unit Tests
- Schema-Validierung
- positive Fälle
- negative Fälle
- reproduzierbare Tests
Debugging und Observability
- Server startet nicht
- Client findet Server nicht
- Tool wird nicht angeboten
- falsche Parameter
- Schema-Probleme
- Protokoll- und Anwendungsebene unterscheiden
Lokaler und zentraler Betrieb
- LLMs und externe Systeme
- proprietäre Tool-Integrationen
- wiederverwendbare Schnittstellen
- Modelle und Anwendungen entkoppeln
- MCP als Integrationsprotokoll
- Grenzen und Nicht-Ziele von MCP
MCP mit Anwendungen und Agenten
- vorhandene Services wiederverwenden
- MCP als Adapter
- Geschäftslogik nicht in das Protokoll verschieben
- API und MCP parallel anbieten
- Client-spezifische Integration reduzieren
- schrittweise Einführung
Vom Prototyp zum produktiven MCP-Server
- minimalen Server entwickeln
- Schnittstellen stabilisieren
- Validierung ergänzen
- Fehlerbehandlung
- Berechtigungen
- Deployment und Betrieb
Praxis: MCP-Architektur entwickeln
- konkreten Integrationsfall und Systemgrenzen bestimmen
- benötigte Tools, Resources und Kontextquellen auswählen
- Host, Client, Server und externe Systeme zuordnen
- Datenflüsse und Trust Boundaries sichtbar machen
- Berechtigungen und Fehlerpfade festlegen
- Architektur anhand eines vollständigen MCP-Ablaufs überprüfen
03 Durchführung
Rahmen und Organisation
Inhouse-Schulungen
04 Zielgruppe
Für wen ist der Kurs gedacht?
Der Kurs richtet sich an Softwareentwickler, AI Engineers, Softwarearchitekten und technische Consultants, die externe Werkzeuge und Datenquellen standardisiert für KI-Anwendungen und AI Agents bereitstellen möchten.
Er eignet sich sowohl für Entwickler, die vorhandene MCP-Server einsetzen wollen, als auch für Teams, die eigene interne Systeme, APIs oder Entwicklungswerkzeuge über MCP verfügbar machen möchten.
Voraussetzungen
05 Lernziele
Was Sie nach dem Kurs können
- Zweck und Einsatzbereich von MCP erklären
- MCP von Agentenframeworks, Function Calling und klassischen APIs abgrenzen
- Host, Client und Server unterscheiden
- Tools, Resources und Prompts sinnvoll einsetzen
- eigene MCP-Server entwickeln
- vorhandene Funktionen und APIs als MCP Tools bereitstellen
- agentenfreundliche Tool-Schnittstellen entwerfen
- strukturierte Ein- und Ausgaben definieren
- Fehler robust behandeln
- lokale und entfernte MCP-Szenarien einordnen
- Berechtigungen nach dem Least-Privilege-Prinzip gestalten
- Secrets und Credentials vom Modellkontext trennen
- Trust Boundaries einer MCP-Architektur bestimmen
- Prompt-Injection- und Tool-Risiken berücksichtigen
- MCP-Server unabhängig vom Sprachmodell testen
- Integrationstests und Observability aufbauen
- MCP in vorhandene Anwendungen und Architekturen integrieren
- einen MCP-Server vom Prototyp zu einer belastbaren Integration weiterentwickeln
06 FAQ
Häufige Fragen
Was unterscheidet diesen Kurs von AI Agents?
Der Agentenkurs behandelt die Architektur vollständiger agentischer Systeme. MCP ist dort eine von mehreren Möglichkeiten, Agenten mit externen Fähigkeiten auszustatten.
Dieser Kurs behandelt MCP selbst. Protokollarchitektur, Server, Clients, Tools, Resources, Transports, Schnittstellendesign, Security, Testing und Betrieb stehen hier im Mittelpunkt.