Last- und Performance-Tests
Performance-Anforderungen messen, Engpässe erkennen und Systemverhalten unter Last beurteilen
01 Intro
Performance-Probleme werden häufig erst sichtbar, wenn mehrere Nutzer, große
Datenmengen oder konkurrierende Prozesse auf ein System treffen. Ein
einzelner schneller Request sagt wenig darüber aus, wie sich eine Anwendung
unter realistischer Last verhält.
Der Kurs vermittelt die Planung, Durchführung und Auswertung von Last- und
Performance-Tests. Die Teilnehmer entwickeln Lastmodelle, definieren
messbare Anforderungen, erzeugen reproduzierbare Last und verbinden
Testergebnisse mit technischen Messdaten zur Ursachenanalyse.
Kurs-ID
QE-010
Dauer
3 Tage
Format
Präsenz · Live Online · Inhouse
Vorkenntnisse
Grundkenntnisse im Softwaretest und technisches Verständnis von Anwendungen
02 Trainingsprogramm
Inhalte
Performance als Qualitätsmerkmal
- Antwortzeit
- Durchsatz
- Ressourcenverbrauch
- Kapazität
- Skalierbarkeit
- unterschiedliche Performance-Ziele
Arten von Performance-Tests
- Load Test
- Stress Test
- Spike Test
- Endurance- und Soak Test
- Volume Test
- Auswahl nach Fragestellung
Performance-Anforderungen
- messbare Ziele
- durchschnittliche Werte
- Perzentile
- maximale Antwortzeiten
- Durchsatz
- realistische Akzeptanzkriterien
Lastmodelle entwickeln
- Nutzer und Sessions
- Requests
- Transaktionsprofile
- Concurrent Users
- Arrival Rate
- realistische Nutzungsmuster
Testumgebung und Testdaten
- Produktionsnähe
- Hardware
- Netzwerk
- Datenvolumen
- Caches
- bekannte Abweichungen dokumentieren
Last erzeugen
- virtuelle Nutzer
- Szenarien
- Parameterisierung
- Korrelation
- Daten
- Werkzeugauswahl
Messgrößen richtig interpretieren
- Mittelwert
- Median
- Perzentile
- Minimum und Maximum
- Throughput
- Warm-up-Effekte
Monitoring während des Tests
- CPU
- Speicher
- I/O
- Netzwerk
- Datenbank
- zeitliche Korrelation
Engpässe analysieren
- Anwendung
- Datenbank
- externe Services
- Thread- und Connection-Pools
- Locks
- systematische Hypothesenbildung
Performance-Tests reproduzierbar machen
- Baselines
- kontrollierte Bedingungen
- Wiederholungen
- Testdaten
- Konfiguration
- statistische Schwankungen
Performance in CI/CD
- kleine Performance-Checks
- Regression
- Baselines
- Thresholds
- Trendanalyse
- Grenzen von Pipeline-Tests
Praktisches Performance-Testprojekt
- Anforderungen definieren
- Lastmodell entwickeln
- Szenario implementieren
- Last erzeugen
- Messdaten erfassen
- Ergebnisbericht erstellen
03 Durchführung
Rahmen und Organisation
Dauer
3 Tage
Durchführung
Präsenz oder Live Online, vorzugsweise als Inhouse-Schulung
Schwerpunkt
Inhouse-Schulungen für Unternehmen und Teams
Sprache
Deutsch, englische Fachbegriffe und Dokumentation
Unterlagen
Kursunterlagen, Beispiele und Übungsaufgaben
Technik
Eigener Rechner mit einem Lasttestwerkzeug und Zugang zu einem Testsystem
Inhouse-Schulungen
Eigene Anwendungen, Lastprofile und Performance-Anforderungen können in
die Übungen einbezogen werden.
04 Zielgruppe
Für wen ist der Kurs gedacht?
Tester, Performance Engineers, Quality Engineers, Entwickler und technische
Verantwortliche, die Performance systematisch prüfen und beurteilen möchten.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse in Softwaretest und grundlegendes technisches Verständnis
von Anwendungen und Infrastruktur.
05 Lernziele
Was Sie nach dem Kurs können
Die Teilnehmer können messbare Performance-Anforderungen formulieren,
realistische Lastmodelle entwickeln, Performance-Tests durchführen und
Ergebnisse gemeinsam mit technischen Messdaten interpretieren.
06 FAQ
Häufige Fragen
Welches Lasttestwerkzeug wird verwendet?
Ein geeignetes aktuelles Werkzeug kann für die Übungen eingesetzt werden. Die Konzepte sind bewusst nicht an ein bestimmtes Produkt gebunden.
Geht es nur um Webanwendungen?
Nein. Die Prinzipien gelten auch für APIs, Services und andere Systeme, sofern Last reproduzierbar erzeugt und Verhalten gemessen werden kann.
Ist Performance-Tuning Bestandteil des Kurses?
Die Diagnose von Engpässen ist Bestandteil. Tiefgehendes Tuning einzelner Datenbanken, Laufzeitumgebungen oder Infrastrukturkomponenten würde jeweils eigene Spezialthemen darstellen.