Claude Code im Einsatz
Claude Code produktiv und kontrolliert in der Softwareentwicklung einsetzen
01 Intro
Claude Code arbeitet nicht nur mit einzelnen Codeausschnitten, sondern kann
eine Codebasis untersuchen, Dateien verändern, Entwicklungswerkzeuge
aufrufen, Tests ausführen und mehrstufige Aufgaben weitgehend selbstständig
bearbeiten. Damit verschiebt sich die Arbeit mit generativer KI vom reinen
Coding-Assistenten hin zu einem agentischen Entwicklungswerkzeug.
Der Kurs vermittelt den praktischen Einsatz von Claude Code in realen
Softwareprojekten. Die Teilnehmer lernen, bestehende Codebasen zu
erschließen, Entwicklungsaufgaben sinnvoll zu formulieren, Projektwissen
bereitzustellen und Claude Code mit Entwicklungswerkzeugen und MCP-Servern
zu verbinden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf kontrollierter Autonomie,
nachvollziehbaren Änderungen und der systematischen Verifikation der
erzeugten Ergebnisse.
Kurs-ID
AI-015
Dauer
3 Tage
Format
Präsenz · Live Online · Inhouse
Vorkenntnisse
Praktische Erfahrung in der Softwareentwicklung, Git und im Umgang mit der Kommandozeile
02 Trainingsprogramm
Inhalte
Claude Code einordnen und einrichten
- vom Chat zum Coding Agent
- agentische Softwareentwicklung
- Claude Code und die Claude-Modelle
- Terminal-basierte Arbeitsweise
- Codebasis als Arbeitskontext
- geeignete und ungeeignete Einsatzgebiete
Bestehende Codebasen erschließen
- Repository untersuchen
- Verzeichnisstruktur verstehen
- relevante Dateien identifizieren
- Einstiegspunkte finden
- Abhängigkeiten nachvollziehen
- Aussagen gegen den tatsächlichen Code prüfen
Aufgaben und Kontext formulieren
- Ziel einer Änderung beschreiben
- Ausgangssituation bereitstellen
- gewünschtes Verhalten
- Akzeptanzkriterien
- technische Randbedingungen
- Claude zunächst untersuchen statt sofort ändern lassen
CLAUDE.md und Projektwissen
- dauerhafte Projektinstruktionen
- Projektstruktur dokumentieren
- Coding Conventions
- Architekturregeln
- Build- und Testkommandos
- Projektwissen knapp und wartbar halten
Planung und kontrollierte Implementierung
- Aufgabe analysieren, bevor Dateien geändert werden
- betroffene Komponenten und Abhängigkeiten identifizieren
- Umsetzung in überprüfbare Schritte zerlegen
- Änderungsumfang und Nicht-Ziele festlegen
- Zwischenergebnisse mit Build und Tests verifizieren
- bei unerwarteten Befunden neu planen statt blind fortsetzen
Refactoring, Tests und TDD
- Refactoring-Kandidaten identifizieren
- Code Smells untersuchen
- Funktionen und Klassen zerlegen
- Duplikate reduzieren
- Verantwortlichkeiten verbessern
- Änderungen schrittweise durchführen
Fehleranalyse und Debugging
- Fehlermeldungen untersuchen
- Stacktraces analysieren
- Hypothesen bilden
- relevante Codebereiche suchen
- reproduzierbare Fehlerfälle erstellen
- Ursache und Symptom unterscheiden
Shell, Tools und Berechtigungen
- Shell-Kommandos als Teil des agentischen Workflows
- Compiler und Interpreter
- Build-Werkzeuge
- Testframeworks
- Linter und Formatter
- eigene Projektwerkzeuge
Hooks und wiederverwendbare Skills
- wiederkehrende Aufgaben standardisieren
- projektspezifisches Wissen kapseln
- Entwicklungsabläufe beschreiben
- Analyseaufgaben
- Test- und Review-Aufgaben
- Wartbarkeit wiederverwendbarer Instruktionen
Subagents und Parallelisierung
- Aufgaben an spezialisierte Agenten delegieren
- Kontext trennen
- Analyse und Implementierung aufteilen
- Reviewer als eigener Agent
- Rechercheaufgaben
- unnötige Agentenkomplexität vermeiden
Model Context Protocol und eigene Tools
- MCP einordnen
- MCP Server anbinden
- verfügbare Tools untersuchen
- eigene Entwicklungswerkzeuge bereitstellen
- APIs
- interne Werkzeuge
Browser-Automatisierung
- Browser als Entwicklungswerkzeug
- Webanwendungen untersuchen
- UI-Verhalten prüfen
- Screenshots und DOM-Informationen
- Playwright einsetzen
- Entwicklung und UI-Verifikation verbinden
Git und Code Review
- Diffs analysieren
- Implementierungen erklären lassen
- potenzielle Fehler suchen
- fehlende Tests identifizieren
- Architekturregeln prüfen
- AI-Review nicht mit Freigabe gleichsetzen
Halluzinationen und Qualitätssicherung
- erfundene APIs
- nicht vorhandene Dateien
- falsche Annahmen über Architektur
- veraltete Bibliothekskenntnisse
- scheinbar erfolgreiche Änderungen
- ausführbare Verifikation bevorzugen
Lange Aufgaben, Kosten und Ressourcen
- Aufgaben sinnvoll zerlegen
- Fortschritt dokumentieren
- Zwischenstände speichern
- Git als Zustandsspeicher
- Kontextgrenzen berücksichtigen
- kontrolliert weiterarbeiten
Integration in Entwicklungsprozesse
- Claude Code in bestehende Repository-Workflows einbinden
- Projektregeln und Entwicklungsstandards verbindlich bereitstellen
- bestehende Build-, Test- und Review-Prozesse weiterverwenden
- Aufgaben zwischen Entwickler und Agent sinnvoll aufteilen
- AI-generierte Änderungen denselben Quality Gates unterwerfen
- Einsatzgrenzen und Freigabepunkte im Team festlegen
Praxis: professioneller Claude-Code-Workflow
- Anforderung verstehen
- Repository untersuchen
- relevante Regeln und Dokumentation lesen
- Änderung planen
- Aufgabe begrenzen
- Ergebnis dokumentieren und committen
03 Durchführung
Rahmen und Organisation
Dauer
3 Tage
Durchführung
Präsenz oder Live Online, vorzugsweise als Inhouse-Schulung
Schwerpunkt
Inhouse-Schulungen für Unternehmen und Teams
Sprache
Deutsch, englische Fachbegriffe und Dokumentation
Unterlagen
Kursunterlagen, Beispiele und Übungsaufgaben
Technik
Eigener Rechner mit Entwicklungsumgebung, Git, Kommandozeile und Zugang zu Claude Code
Inhouse-Schulungen
Vorhandene Repositories, Programmiersprachen, Build- und Testwerkzeuge,
CI/CD, MCP-Server und interne Entwicklungswerkzeuge können in die Übungen
einbezogen werden.
04 Zielgruppe
Für wen ist der Kurs gedacht?
Der Kurs richtet sich an Softwareentwickler, Softwarearchitekten, DevOps Engineers, Quality Engineers und technische Consultants, die Claude Code professionell für Softwareentwicklung und verwandte Engineering-Aufgaben einsetzen möchten.
Er eignet sich sowohl für Entwickler mit ersten Erfahrungen mit Claude Code als auch für Teams, die über einfache Coding-Unterstützung hinaus agentische Entwicklungsworkflows, MCP, Hooks und kontrollierte Automatisierung einsetzen möchten.
Voraussetzungen
Praktische Erfahrung in der Softwareentwicklung und sicherer Umgang mit
mindestens einer Programmiersprache werden vorausgesetzt. Grundkenntnisse
in Git und der Kommandozeile sind erforderlich, Erfahrung mit
automatisierten Tests ist hilfreich. Vorkenntnisse zu Claude Code, MCP
oder agentischen Systemen sind nicht erforderlich.
05 Lernziele
Was Sie nach dem Kurs können
Nach dem Kurs können die Teilnehmer:
- Claude Code für professionelle Entwicklungsaufgaben einsetzen
- bestehende Codebasen systematisch erschließen
- Aufgaben mit geeignetem Kontext und klaren Randbedingungen formulieren
- CLAUDE.md und Projektinstruktionen sinnvoll strukturieren
- Entwicklungsaufgaben planen und kontrolliert umsetzen
- Code, Tests und Refactorings mit Claude Code entwickeln
- Shell und Entwicklungswerkzeuge in agentische Workflows integrieren
- Berechtigungen und Tool-Zugriffe angemessen begrenzen
- Hooks für automatische Kontrollen einsetzen
- wiederverwendbare Skills und Arbeitsweisen entwickeln
- Subagents für abgegrenzte Aufgaben einsetzen
- MCP-Server und eigene Tools integrieren
- Browser- und Testautomatisierung in den Workflow einbinden
- AI-generierten Code systematisch verifizieren
- Git als Kontroll- und Sicherungsmechanismus einsetzen
- längere agentische Aufgaben strukturiert bearbeiten
- Security-, Qualitäts- und Kostenaspekte berücksichtigen
- einen nachvollziehbaren Claude-Code-Workflow etablieren
06 FAQ
Häufige Fragen
Ist der Kurs eine allgemeine Claude-Schulung?
Nein. Im Mittelpunkt steht Claude Code als Werkzeug für Softwareentwicklung und Engineering. Allgemeines Prompt Engineering wird nur dort behandelt, wo es für die Arbeit mit Claude Code relevant ist.
Muss ich Claude Code bereits verwendet haben?
Nein. Der Kurs beginnt mit Einrichtung und grundlegender Arbeitsweise und führt anschließend zu Projektinstruktionen, Hooks, MCP, Subagents und komplexeren agentischen Workflows.
Wird CLAUDE.md behandelt?
Ja. Projektwissen und dauerhafte Instruktionen sind ein zentraler Bestandteil des Kurses. Dabei geht es insbesondere darum, welche Informationen tatsächlich hilfreich sind und wie Projektinstruktionen wartbar bleiben.
Werden Hooks behandelt?
Ja. Hooks werden genutzt, um wiederkehrende Aktionen und Kontrollen technisch in den Workflow einzubinden.
Wird MCP behandelt?
Ja. Claude Code kann über MCP zusätzliche Werkzeuge und Datenquellen einbinden. Im Kurs werden sowohl die Nutzung vorhandener MCP-Server als auch die Gestaltung eigener Tool-Anbindungen behandelt.
Werden Subagents behandelt?
Ja. Spezialisierte Agenten werden für abgegrenzte Analyse-, Entwicklungs- und Review-Aufgaben eingesetzt. Dabei wird auch betrachtet, wann zusätzliche Agenten tatsächlich einen Vorteil bringen.
Wird mit der Shell gearbeitet?
Ja. Die Shell ist ein wesentlicher Bestandteil von Claude Code. Gerade deshalb werden Berechtigungen, Auswirkungen von Kommandos und die kontrollierte Nutzung von Entwicklungswerkzeugen ausführlich behandelt.
Geht es auch um Sicherheit?
Ja. Bei einem agentischen Werkzeug reicht es nicht, nur über gute Prompts zu sprechen. Berechtigungen, Secrets, externe Systeme, Tool-Zugriffe, reversible Aktionen und technische Kontrollmechanismen gehören deshalb ausdrücklich zum Kurs.
Werden eigene MCP-Tools behandelt?
Ja. Der Kurs behandelt nicht nur die Konfiguration vorhandener MCP-Server, sondern auch die grundlegende Gestaltung sinnvoller eigener Tool-Schnittstellen.
Warum dauert der Kurs drei Tage?
Claude Code umfasst deutlich mehr als Codegenerierung. Repository-Arbeit, Projektinstruktionen, Shell und Tools, Tests, Hooks, MCP, Subagents, Berechtigungen und vollständige agentische Entwicklungsabläufe müssen praktisch erarbeitet werden. Drei Tage sind dafür eine realistische Untergrenze, ohne den Kurs zu einer reinen Funktionsdemonstration zu machen.
Kann der Kurs an unsere Entwicklungsumgebung angepasst werden?
Ja. Bei Inhouse-Schulungen können vorhandene Repositories, Programmiersprachen, Build- und Testwerkzeuge, CI/CD, MCP-Server und interne Entwicklungswerkzeuge in die Übungen einbezogen werden.